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  • Nicole Glanz

Weihnachtszeit - besinnliche Zeit?

Leider sieht die Realität oft anders aus.

Der Mensch hetzt von A nach B. Geschenke müssen besorgt und eingepackt, die Wohnung blank gewienert und geschmückt werden, Freunde und Verwandte kommen zu Besuch und am Ende steht auch noch ein Baum im Haus.

All diese, vom üblichen Alltag abweichende Hektik, die der Mensch verbreitet, überträgt sich auf unsere Hunde.


Der Hund reagiert, je nach Typus, mit Stresssymptomen durch:

  • starke Unruhe

  • evtl. bellen und jaulen

  • übertriebenes hecheln

  • übertriebenen Einsatz der Beschwichtigungssignale

  • Zerstörungswut

  • Durchfall und/oder Erbrechen

  • Nahrungsverweigerung

  • starken Körpergeruch und/oder Mundgeruch ...

Anhaltender Stress führt zur Ausschüttung von Stresshormonen, wie Adrenalin, Cortisol, Sexualhormonen usw. und somit zu gesteigerter Alarmbereitschaft, erhöhter Aggressivität und letzten Endes zu einer Schwächung des Immunsystems.

Der Abbau der gesteigerten Ausschüttung von Stresshormonen kann beim Hund bis zu 7 Tage betragen!


Ausgehend davon, dass der Mensch in der Vorweihnachtszeit 4 Wochen in Dauerhektik verfällt, diese unbewusst auf den Hund überträgt, dann für den Hund auch noch evtl. stressauslösende Silvesterangst dazu kommt, folgt im schlimmsten Fall beim Hund die Erschöpfungsphase, in der keine Kompensation auf den Stress mehr möglich ist.


Krankheiten sind die Folge.


Was ist also zu tun?

Der Mensch sollte, trotz aller weihnachtlicher Unzulänglichkeiten und Vorfreuden, dem Hund ein ruhiges und entspanntes Umfeld ermöglichen, mit einem sicheren Rückzugsort, der vor Besuchern schützt und einen ungestörten Schlaf ermöglicht.

Die täglichen Bedürfnisse des Hundes sollten, neben ausreichend Schlaf, der bei erwachsenen Hunden täglich 16 bis 20 Stunden beträgt, eingehalten werden. Dazu gehören die üblichen entspannten Spaziergänge, Spiel, Streicheleinheiten, Mahlzeiten.


Bei besonders stressanfälligen Hunden, bewähren sich beruhigende Kräutermischungen, die den täglichen Essensrationen zugegeben werden können. Speziell beruhigende Bachblüten Mischungen, sollten frühzeitig verabreicht werden - bestenfalls bevor der Mensch in den Vorweihnachtstrubel verfällt.

Beruhigende Ölmischungen können auch für Hunde eingesetzt werden, was dem in Stress verfallenen Menschen ebenso gut tun würde. Allerdings muss hier auf qualitativ hochwertige Duftessenzen geachtet werden und der Einsatz sehr sparsam erfolgen. Synthetisch hergestellte Öle können mehr Schaden als Nutzen bringen.

In diesem Sinne wünschen wir euch eine entspannte Vorweihnachtszeit, mit viel Zeit und der nötigen Ruhe für gemeinsame Kuscheleinheiten.


© Nicole Glanz, Hundetherapeutin für Osteopathie und Physiotherapie



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