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Wieviel Bewegung brauchen Welpen und Junghunde?

Aktualisiert: März 5

Die Euphorie über den neu eingezogenen Welpen ist anfangs groß. Am liebsten möchte sofort mit dem kleinen Vierbeiner die Welt erkundet werden.

Allerdings ist beim Erkundungsdrang des Menschen und des kleinen Hundes einiges zu beachten.


  • Kleinwüchsige Hunde sind schneller ausgewachsen, als Vertreter der großen Rassen. Das bedeutet, dass bei einem Malteser die Wachstumfugen bereits mit etwa 12 Monaten, bei einer Deutschen Dogge allerdings erst mit etwa 18 Monaten geschlossen sind.

  • Die Knochen, Gelenke und Bänder der Welpen sind noch nicht stabil genug, um lang anhaltende Belastungen auszuhalten. Die noch weichen Strukturen sollten geschont, und nicht etwa durch ausgiebiges Toben und anhaltendes Springen überbelastet werden. Wachstumsstörungen und Gelenkschäden können sonst die Folgen sein.

  • Auch die Muskulatur von jungen Hunden ist noch nicht ausreichend ausgebildet. Somit übertragen sich alle Belastungen beim Springen und Hüpfen auf die weichen Gelenke. Schäden können sich erst im weiteren Wachstum bemerkbar machen, oder auch erst beim erwachsenen Hund durch Kreuzbandrisse, Arthritis, Arthrosen und weitere degenerative Erkrankungen deutlich werden.

  • Ständige Stop & Go's, wie beim Ballspielen, sind grundsätzlich zu vermeiden. Die meisten Hunde hechten übereifrig dem dauernd geworfenen Ball hinterher und überfordern Gelenke und Bänder in großen Maße. Hierbei äußern sich die Beschwerden entweder sofort durch intermittierende Lahmheiten, oder machen sich durch degenerative Gelenkserkrankungen im Erwachsenenalter bemerkbar.

  • Treppensteigen sollte mit dem Hundekind allmählich geübt werden. Langsam und kontrolliert darf ein Welpe, am besten an der Leine, einige Treppenstufen erklimmen. Zu vermeiden sind hastige Bewegungen, oder sogar Sprünge, um die letzten Treppenstufen zu bewältigen.

  • Beim Hundesport gilt auch wieder eine langsame Gewöhnung an die Belastung für Knochen, Gelenke, Bänder und Faszien.

Viel Freude mit euren kleinen Hundebabys . Und nicht vergessen... weniger ist am Anfang mehr.


© Nicole Glanz, Hundetherapeutin für Osteopathie und Physiotherapie



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