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Seniorhund - na und?! (Teil 2)

Aktualisiert: März 6

"Das hohe Alter ist kein Ort für Memmen", sagte bereits Bette Davis.

Und das sind sehr wahre Worte, die auch für unsere vierbeinigen Lieblinge gelten. Im Alter stellen sich nach und nach verschiedene Zipperlein, Schmerzen, bis hin zu schweren Krankheiten ein.


Deshalb ist sehr wichtig, dass du deinen treuen Gefährten gut inspizierst

  • ihn abtastest

  • sein Gangbild beobachtest

  • auf Fellveränderungen achtest

  • Pfoten und Krallen begutachtest

Jegliche Veränderung - auch im Verhalten deines Hundes - sollte nicht nur auf das Alter geschoben werden.


So erkennst du, ob sich dein Hundesenior unwohl fühlt, oder sogar Schmerzen hat:

  • dein Hund zeigt beim streicheln und/oder abtasten Abwehrreaktionen, beginnt zu Hecheln, oder reagiert mit zuckenden Bewegungen der Haut/des Fells beim drüberstreichen

  • zuckende Bewegungen der Haut deines Hundes, weisen auf "verklebte" Faszien hin; sind die Faszien nicht frei beweglich, führt das zu Schmerzen im Bewegungsapparat, die sich über die Faszienketten zudem über den Körper ausbreiten

  • dein Hund steht schwerfällig auf und seufzt auch noch dabei, und/oder muss sich erst "einlaufen"

  • dein Hund lahmt, und/oder schleift mit dem Krallen am Boden

  • dein Hund setzt sich immer auf eine Pobacke und entlastet die andere Seite

  • dein Hund wölbt seinen Rücken auf, lässt seinen Kopf kontinuierlich hängen und/oder zittert mit einem Bein

  • dein Hund meidet Treppensteigen, springt nicht mehr ins Auto und/oder vermeidet bestimmte Bewegungen

  • dein Hund leckt sich übermäßig an einer bestimmten Körperstelle, ohne sichtlichen Grund

Beginnst du nun deinen Hund zu schonen, verschlimmern sich seine Beschwerden, weil die Gelenke steif werden und die Gelenkknorpel nicht mehr richtig versorgt werden.

Regelmäßige Bewegung führt dazu, dass die Knorpelmasse bei Belastung - vergleichbar mit einem Schwamm - zusammengedrückt wird, um sich in Ruhe wieder zu füllen. Dabei werden den Knorpeln wieder wichtige Nährstoffe zugeführt und Abbauprodukte abtransportiert.

Wie kannst du deinen Hund also fit halten?

  • wie du deinen Hund altersentsprechend und gelenkschonend bewegst, ist bereits in Seniorhunde Teil 1 beschrieben

  • wie man sich bettet, so liegt man, gilt auch für Hunde; eine orthopädische Matratze ist für Jederhund ein Genuss, statt auf alten, durchgelegenen Hundebetten liegen zu müssen

  • vermeide, dass dein Hund von Bett oder Sofa, auf rutschigen, harten Fliesenboden springt; positioniere sein Hundebett so, damit er beim Sprung von Bett oder Sofa, auf seinem Bett landet, oder lege Teppiche aus, die den Sprung dämpfen und ihm sicheren Halt bieten

  • lasse deinen Senioren über eine Rampe ins Auto ein- und aussteigen; somit schonst du die ohnehin bereits in Mitleidenschaft geratenen Gelenke und den Rücken deines Hundes

  • durch das veränderte Fellkleid deines betagten Hundes kann sein, dass er schneller friert; ausgekühlte Muskulatur führt zu Verspannungen, die durch einen wärmenden Mantel, bestenfalls mit wärmender Tiefenwirkung, verhindert werden können

  • zuhause sollte der Ruheplatz deines Hundes frei von Kältebrücken oder Zugluft sein

  • die Krallen deines Seniorhundes laufen sich durch weniger Bewegung schlechter ab; sorge für eine regelmäßige Krallenpflege, weil zu lange Krallen zur Veränderung der Gelenksstellung deines Hundes führen

Wenn du deinen Hund regelmäßigen tierärztlichen, osteopathischen und/oder physiotherapeutischen Behandlungen unterziehst, können frühzeitig schlimmere Beschwerden bereits im Ansatz unterbunden werden.


Und merke... dein Hund ist nur so alt, wie er sich fühlt.


© Nicole Glanz, Hundetherapeutin für Osteopathie und Physiotherapie




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